07.11.2010 00:00 Alter: 9 yrs
Kategorie: Leserbriefe

Panikmache und Angst sind schlechte Ratgeber!


Zunehmende Sorge bereitet mir, wie undifferenziert und polemisch die Argumente der Befürworter der Ausschaffungsinitiative sind. Sie glauben im Ernst, dass das Problem der Kriminalität mit der Annahme ihrer Initiative ein für alle Mal gelöst werden kann. Zudem suggeriert man uns, dass Straftaten nur von Ausländern begangen werden. Klar bin ich dafür, dass alle Personen, die unsere Gesetze missachten, bestraft werden. Ausserdem vertrete ich klar die Meinung, dass Ausländer, die straffällig werden, ausgewiesen werden können. Ich verschliesse auch nicht die Augen vor der Tatsache, dass Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz insgesamt etwas häufiger und Asylsuchende markant häufiger wegen Vergehen aus dem Strafgesetzbuch verurteilt wurden. Aber Angst und Panikmache, wie sie die Befürworter der Initiative schüren, sind schlechte Ratgeber, wenn Lösungen gefragt sind. Mit dem Gegenvorschlag wird uns ein gangbarer Weg aufgezeigt. Er nimmt das realen Problem der Ausländerkriminalität auf, aber verstösst weder gegen das Völkerrecht noch unsere Grundrechte.  Mit dem Gegenvorschlag werden die Ausländern zudem gefordert, sich angemessen zu integrieren, worin ich ein grosses Potential zur Reduktion der Ausländerkriminalität sehe.
Deshalb NEIN zur Ausschaffungsinitiative und JA zum Gegenvorschlag.

Franziska Schöni-Affolter, Grossrätin glp, Bremgarten