< Bern - erneuerbar (Bund vom 7. 9. 2011)
21.09.2011 14:15 Alter: 8 yrs
Kategorie: Leserbriefe

Inkonsequente Politk der SP

Leserbrief in der Bernerzeitung


Die SP betreibt einen nicht nachvollziehbaren Zickzack-Kurs in der Gesundheitspolitik. In der kantonalen Versorgungsplanung, welche die Grundlage für die Spitalliste bildet, hat sie sich für eine Mengenbeschränkung der Eingriffe, wie sie ihr Regierungsrat vorschlägt, starkt gemacht. Auf nationaler Ebene nun bekämpft sie den mühsam errungenen Kompromiss in Sachen integrierte Versorgungs-Vorlage (Managed Care). Unverständlich! Das Ziel der integrierten Versorgungs-Vorlage ist es, ganze Behandlunsbögen zu definieren. Der Patient und die Patientin im Netzwerk kann von einer Vielfalt von Angeboten profitieren und die Behandlung wird von einer Hand koordiniert. Im Gegensatz dazu soll der direkte Gang zu einem oder eben häufig mehreren Spezialisten etwas kosten. Dies ist doch richtig. Bekanntlich wird unser Gesundheitsystem vor allem durch die herrschende Ãœberversorgung von einem Teil der Bevölkerung belastet, nämlich jenen, welche von Pontius zu Pilatus eilen. Hier liegt die Ursache der drohenden Mengenausweitung und genau diese soll mit der Managed Care Vorlage im Keim erstickt werden. Wenn es uns gelingt, die kostentreibenden falschen Anreize für unnötige Eingriffe mit dieser Vorlage einzudämmen, wird eine Mengenbeschränkung im stationären Bereich unnötig. Unverständlich also, dass sich unsere Genossen gegen eine solche integrierte Versorgung wehren.

Franziska Schöni-Affolter, Grossrätin glp, Bremgarten