< Kein generelles Burka-Verbot
01.08.2011 00:00 Alter: 8 yrs
Kategorie: Gesundheitspolitik

Der gläserne Patient


Die Ereignisse überstürzen sich und dunkle Gewitterwolken ziehen über dem Datenschutz auf. Die hohe Datenschutzforderungen zum Schutze des Bürgers stehen im krassen Gegensatz zur geplanten Ãœbermittlung von personenbezogenen Diagnose- und Prozedurdaten der Spitäler an die Versicherer. Die einzigen, welche alle Daten zusammenziehen und auswerten können, sind die Versicherer. Es entsteht dabei eine extreme Asymetrie der Information, weil die Spitäler ihrerseits keine gleichwertigen Zugriff zu den Daten aus den anderen schweizerischen Spitälern kriegen. So kann nie ein Markt entstehen, was ja eigentlich das Ziel der Einführung des Swiss DRGs war. Transparenz ja, aber nicht auf Kosten des Datenschutzes. Begleitforschung wäre auf jeden Fall wichtig, aber nur an anonymisierten Daten und von einer unabhängigen Stelle. Nur ein solches Vorgehen kann auch unabhängige und objektive Resultate liefern. 

Zu hoffen ist, dass sich die Spitalvereinigung H+ nochmals gut überlegt, ob sie diese Vereinbarung über ergänzende Anwendungsmodalitäten bei der Einführung der Tarifstruktur SwissDRG unterschreiben will.